Pikos 106 halbwegs korrekt beleuchtet
Aus der Rubrik „Zwischendurch gepfuscht“
Auf der Modellbahnfrokler-Seite hatten wir Anfang des Jahrtausends eine Rubrik „Zwischendurch gepfuscht“, wo wir kleine Basteleien, die an einem Nachmittag oder weniger erledigt waren, vorgestellt haben.
Die Modellbahnfrokler-Seiten existieren nur als recht ungepflegtes Backup von ich glaube 2003. Solche kleinen Basteleien machen aber immer noch viel Spaß.
Ich habe seit einigen Wochen eine BR 106 der DR in der Ursprungsausführung von Piko hier herumliegen. Die Lok hat eine achtpolige Schnittstelle nach NEM 652 verbaut, bei der die Lampen für Spitzenlicht und Zugschluss auf beiden Seiten zusammengeschaltet sind.
Ich schalte Zugschluss und Spitzenlicht gerne getrennt und habe deshalb überlegt, wie ich die Beleuchtung so umbauen kann, dass das möglich ist.
Das Gehäuse der Lok lässt sich nach Lösen von zwei Schrauben auf der Unterseite und Aushängen von vier Rastnasen abnehmen.
Für den Decoder gibt es ein Fach im langen Vorbau. Das Fach ist groß genug für einen Sounddecoder, ich habe mich aber dafür entschieden, einen Fahrdecoder zu verbauen, weil nicht jede meiner Loks mit einen Sounddecoder ausstatten will. Die Wahl fiel auf einen Zimo MX623, den es auch mit einem achtpoligen Schnittstellenstecker gibt und der auf der Platine noch Lötpads für die nötigen verstärkten Funktionsausgänge F1 und F2 hat.
Der Umbau ist schnell gemacht. Die LEDs für die Beleuchtung sind in drei Platinen verbaut. Zwei Platinen auf Vorder- und Rückseite tragen die LEDs für die unteren Spitzenlichter und die LEDs für den Zugschluss. Unter dem Führerhaus ist eine weitere Platine angeordnet, die die LEDs für die oberen Spitzenlichter aufnimmt.
Zum Abtrennen der LEDs für die Zugschlussbeleuchtung habe ich vorn das gelbe von der Platine kommende Kabel und hinten das weiße von der Platine kommende Kabel getrennt bzw. von der Lokplatine abgelötet.
Auf der Platine des Decoders habe ich an das Lötpad für F1 eine grüne, an das Lötpad für F2 eine violette Decoderlitze angelötet und mit dem Zugschluss für hinten (weiß) und vorne (gelb) verbunden.
Das wars im Grunde schon. Jetzt galt es noch die ganze Kabelage halbwegs ordentlich in der Lok zu verstauen - das ist mir halbwegs gelungen, ich habe zusätzlich die Kabel und den Decoder noch mit Kapton-Tape gesichert, damit nicht ein Kabel irgendwo eingequetscht wird oder zwischen Schnecke und Getriebe gerät.
Das Gehäuse ist schnell wieder aufgeklipst und mit den beiden Schrauben gesichert. Wenn die Lok fertig auf dem Programmiergleis steht, muss nur noch die Fahrzeugadresse und die Belegung der Funktionstasten programmiert werden.
Ich habe dazu die Android-App Z2X verwendet, die zusammen mit einer Z(z)21 von Fleischmann/Roco ein übersichtliches Einstellen des Zimo-Decoders ermöglicht.
Als Lokadresse habe ich die 5106 verwendet und das Format „Lange Adressen“ ausgewählt:
Das Mapping der Funktionstastenbelegung ist in Z2X übersichtlich gelöst:
Jetzt leuchtet die Zugschlussbeleuchtung fahrtrichtungsabhängig auf F0, F1 schaltet das Spitzenlicht vorn F2 das Spitzenlicht hinten.
Fazit
Ein Umbau, der Spaß macht und tatsächlich in unter zwei Stunden - einschließlich Programmierung - erledigt ist.
Klar könnte man noch viel mehr machen und die LEDs für die untere Spitzenbeleuchtung einzeln ansteuern, um die Rangierbeleuchtung korrekt zu schalten. Mir war das für dieses Modell zu aufwendig. Ich wollte vor allem, dass die Lok ordentlich fährt, darum der Decoder von Zimo, und dass ich die Zugschlussbeleuchtung einzeln schalten kann.
Musik dazu:
More von The Sisters of Mercy












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