Halver
Halver war der Endbahnhof der meterspurigen Hälvertalbahn im Sauerland. Die Hälvertalbahn verband Schalksmühle mit Halver, wobei die Strecke von Schalksmühle bis Halver ständig in einer Steigung lag.
Die Hälvertalbahn existierte von 1888 bis 1951. Schon in der Zeit zwischen den Weltkriegen war die Bahn wirtschaftlich fast am Ende, der Zweite Weltkrieg und die Nachkriegszeit brachten noch einmal eine kleine Blüte, doch zu Beginn der 1950er Jahre wurde die Bahn dann stillgelegt und schnell abgebaut.
Im Endbahnhof Halver befanden sich neben dem zweiständigen Lokschuppen eine Ladestraße, eine Kopf- und Seitenrampe, den Anschluss eines Kohlenhändlers und kurz vor dem Bahnhof den Anschluss einer Eisenwarenfabrik.
Der Gleisplan war übersichtlich, es gab lediglich ein Umlaufgleis, der Lokschuppen war am Ende des durchgehenden Gleises angeordnet:
Der Gleisplan von Halver. Es gibt den Plan auch als pdf im Maßstab 1:10.
Umsteigen in Kalefeld
Kalefeld war ein Bahnhof an der Kleinbahn Osterode-Kreiensen (KOK). Die KOK war in 750mm Schmalspur ausgeführt. Um den Abtransport von Erz aus der Grube Echte bei Kalefeld mit Normalspurfahrzeugen zu ermöglichen, wurde der Abschnitt Kalefeld-Kreiensen der KOK ab 1944 dreischienig ausgeführt. Kalefeld erhielt sogar Ausfahrsignale in Richtung Kreiensen.
1963 kam es in Kreiensen zu einem Unfall im dreischienigen Bereich des Bahnhofs. Da die Reparaturkosten zu hoch waren, entschloss sich die Kleinbahn, zwischen Kreiensen und Kalefeld das Schmalspurgleis auszubauen und die Rollbockgrube von Kreiensen nach Kalefeld umzusetzen. Der Personenverkehr zwischen Kalefeld wurde auf die Straße verlagert.
In einem sehr schön bebilderten Beitrag im historischen Forum von Drehscheibe Online sind gleich am Anfang einige Bilder aus Kalefeld zu sehen. Auch dieser Beitrag enthält einige Bilder aus Kalefeld. Insbesondere ist dort zu sehen, dass das Gleis oben auf der Rollbockgrube wirklich dreischienig war.
Diesen Ausbauzustand Kalefelds zeigt der folgende Gleisplan (Rasterweite 500mm):
Gleisplan Kalefeld. Es gibt den Plan auch als pdf im Maßstab 1:15.
Bahnhofsplanung
Ulrich Rockelmann:
Bahnhofs-Gleispläne. Vorbild und Modell,
München (GeraMond) 2003.
Inhalt
- Vorwort
- Vom Vorbild zum Modell
- Definitionen
- Bahnhöfe und ihre Lage im Streckennetz
- Lage der Empfangsgebäude
- Die Klassiker: Bahnhöfe, deren Empfangsgebäude als Modell erhältlich sind bzw waren
- Bad Dürkheim
- Bad Rodach
- Baden-Baden
- Benediktbeuern
- Burg im Spreewald
- Calw
- Dettingen (Teck) mit Unterlenningen
- Goyatz
- Klütz
- Kottenforst
- Krakow am See
- Neuffen
- Nieder Ramstadt-Traisa
- Obergittersee
- Oberrittersgrün
- Ochsenhausen
- Paulinzella
- Radeburg
- Reichelsheim (Wetterau)
- Rothhausen (Unterfranken)
- Schwarzburg
- Anregungen vom Vorbild
- Altorf (b. Nürnberg)
- Bad Ems
- Bad Salzschlirf
- Bad Steben
- Bertsdorf
- Daun
- Gladenbach
- Hilders
- Hövelhof
- Lauscha
- Niebüll NVAG
- Osterwieck
- Rennsteig
- Sarnau
- Schliersee
- Sulzbach (Saar)
- Ulmen
- Volpriehausen
- Anhang
Gleisplanung mit AnyRail
Zum Zeichnen der letzten drei Gleispläne für dieses Blog habe ich ein für mich neues Gleisplanungsprogramm ausprobiert: AnyRail.
Ich hatte mir das Programm vor längerer Zeit schon einmal angesehen und damals nicht viel damit anfangen können. Inzwischen hat sich AnyRail zu einem ernst zu nehmenden Programm gemausert, mit dem sich hervorragend arbeiten lässt.
Das Programm läuft unter den Windows-Versionen XP, Vista und 7. Ausprobiert habe ich es mit Windows XP.
Freundlicherweise erlaubt der Hersteller von AnyRail das Ausprobieren des Programms mit einer Testversion, die nur in einem Punkt eingeschränkt ist: Es dürfen pro Plan maximal 50 Elemente verbaut sein. Alle anderen Funktionen auch das Drucken und Speichern arbeiten wie bei der Vollversion. Wer von der Test- auf die Vollversion umsteigen möchte, muss beim Hersteller einen Schlüssel zum Freischalten des Programms kaufen und in das Programm importieren. Alle Einstellungen der Testversion bleiben erhalten.
Der Schlüssel zum Freischalten des Programms kostet 39€.
Bei der Gestaltung der Programmoberfläche orientiert sich AnyRail an modernen Windows-Programmen und verwendet Ribbons, um die Werkzeuge situationsbezogen anzuordnen:
Abbildung 1: AnyRail unter Windows XP. Das Programm ist mit einer gut durchdachten Oberfläche ausgestattet.
Klein-Rittmarshausen
Eine kreative Phase ausnutzend, werfe ich gleich noch den dritten Plan eines schmalspurigen Endbahnhofs ins Blog.
Rittmarshausen war für einige Jahre der Endbahnhof der Gartetalbahn, die von Göttingen aus Rittmarshausen erreichte. Um den Bahnhof auf den relativ schmalen Segmenten unterzubekommen, habe ich einige Gleise weggelassen und den Bahnhof in Klein-Rittmarshausen umbenannt.
Im Einzelnen fehlen ein Ladestraßengleis, ein Abstellgleis, ein Lokschuppengleis und der Triebwagenschuppen. Dennoch bleibt noch genug übrig, um ordentlich Betrieb zu machen:
Gleisplan Klein Rittmarshausen. Es gibt den Plan auch als pdf im Maßstab 1:10.
Klausdorf
Und gleich noch ein kleiner Schmalspur-Endbahnhof.
Klausdorf war ein Endbahnhof der Franzburger Kreisbahnen. In Original in Meterspur ausgeführt, ist dieser Plan wieder für H0e gezeichnet.
Gleisplan Klausdorf. Es gibt den Plan auch als pdf im Maßstab 1:10.
Bredenfelde
Bredenfelde war Endbahnhof der schmalspurigen Strecke von Stavenhagen nach Bredenfelde. In 750mm Spurweite erbaut, bot er alles, was ein kleiner Endbahnhof auf dem Lande braucht: Eine Ladestraße, hier sogar mit Feldbahnanschluss, ein kleines Dienstgebäude, ein Gleis um Umlaufen des Zuges und einen Brunnen, an dem die Lokomtiven ihren Durst stillen konnten:
Gleisplan Bredenfelde. Es gibt den Plan auch als pdf im Maßstab 1:10.
BHG Erfurt
Im Historischen Forum auf Drehscheibe Online (vulgo HiFo) war vor kurzem ein kleiner Artikel über ein Anschlussgleis in Erfurt, oder vielmehr über das, was davon heute übrig geblieben ist, zu lesen.
Wie sich herausstellte, handelt es sich um den Anschluss der Raiffeisen Erfurt, zu DDR-Zeiten Anschluss einer BHG (Bäuerlichen Handelsgenossenschaft).
Der Anschluss liegt am Ende eines Anschlussgleises inmitten von Wohnbebauung. Es gibt zwei Weichen, die Gleise führen zu zwei Rampen an Speichern aus Backstein.
Auf zwei Segmenten von 1,0x0,35m Größe sieht das so aus:

Anschluss der BHG in Erfurt. Zur genaueren Betrachtung gibt es den Plan noch einmal in groß und als pdf
Rangieranlagen bauen
Lance Mindheim:
How To Build A Switching Layout,
Createspace 2010.
Inhalt
- Introduction
- Project Layout: Introducing the Palmetto Spur
- Part I: Mechanical
- Bench Work
- Sub Roadbed and Scenery Base
- Fascia and Scenery Contours
- Track
- Removable Cassettes
- Wiring
- Control Systems
- Lighting
- Part II: Scenery, Structures & Details
- Difference Makers
- Backdrops
- Painting the Track
- Pavement
- Soil Base
- Ballast
- Backdrop Transitions
- Grass
- Weeds and Scrub
- Trees
- Structures
- Details
Modellbahnen planen auf Amerikanisch
Model Railroad Planning erscheint jährlich im Kalmbach-Verlag, der auch die Monats-Zeitschrift Model Railroader herausgibt. In Deutschland ist das Heft in Bahnhofsbuchhandlungen oder in Modellbahnläden mit Ami-Schwerpunkt zu bekommen.
Inhalt
- Building a living-room layout
- Los Angeles on an L-shaped shelf
- British 00 scale railway
- Distinctive themes for distinctive layouts
- 4 x 8 with wings
- Switchman's dream on a 4 x 8
- Track planning wiht scissors and tape
- My New Haven layout rebooted
- Modeling a modern regional
- Turning the clock back to 1895
- How to plan concentric curves with easements
- The Maryland & Pennsylvania in 8 x 18
- Mountain main lines with lift-out scenery
- Iron ore railroading in a 10 x 11 room
Mehr Modellbahn auf weniger Platz
Andy Sperandeo:
How To Build More Layout in Less Space,
Waukesha (Kalmbach Verlag) 2010.
Inhalt
- One Layout, one Mustang
- 8 design tips for small layouts
- An introduction to multi-level layout design
- Two-deck staging saves space
- How to build a helix
- Grow your operations, not your layout
- Build a better layour access gate
- Rebuilding a large layout in smaller space
- Build multi-deck benchwork
- Small town for a narrow shelf
- Build a dual-purpose train elevator
- Use a display case as a train elevator
- Scenery for shelf layouts
- Build a lift-up end curve
Was relativ Kleines zum Rangieren
Heute zeige ich ein Rangierspiel, das in H0 0,5x2,4 Meter groß ist. Es kommt noch ein Fiddleyard oder einfach ein kleines Stück Strecke zum Aufstellen der Rangiereinheiten dazu:

Ein Fabrikanschluss in H0. Es gibt den Plan noch als großes png und als pdf.
Gleisplanvisionen
Hier noch ein Linktip, den ich gleichsam im Vorbeigehen aufgelesen habe:
Byron Hederson betreibt eine Seite mit dem Titel Layout Vision. Dort geht es um Planung und Bau von Modellbahnen nach amerikanischem Vorbild. Viele seiner Gedanken und (abschreckenden) Beispiele sind aber problemlos auf hiesige Planungen übertragbar.
Neben Hinweisen zur Planung gibt es auch einige fertig ausgearbeitete Anlagenpläne dort zu sehen, die mir gut gefallen.
Besonders gut ist der Arikel The Tragedy of CTS Syndrome. CTS steht für CAD Too Soon. Byron beklagt darin, dass zu viele Anlagenpläne mit dem Computer gezeichnet und nie darauf abgeklopft werden, ob die erfundene Streckenführung auch praktikabel ist.
Ein Dankeschön geht an das Modellbahnprojekt Pfaffenwinkel (auch dieses Blog ist mehr als einen Besuch wert) für den Hinweis auf Layout Vision.
Kleinbahnen in historischen Ansichten
Gerd Wolff:
Bahnhöfe nordwestdeutscher Kleinbahnen,
Gifhorn (Zeunert) 1976.
Inhalt
- Altena (Kreis Altenaer Eisenbahn)
- Aurich (Kreisbahn Aurich)
- Böhme (VerdenWalsroder Eisenbahn)
- Enger (Herforder und Bielefelder Kreisbahn)
- Gittelde (Eisenbahn Gittelde Bad Grund)
- Greetsiel (Kreisbahn EmdenPewsumGreetsiel)
- Großenbrode Fähre und Fehmarnsund (DB)
- Haselünne (MeppenHaselünner Eisenbahn)
- Hohemlimburg (Hohenlimburger Eisenbahn)
- Hornburg (OsterwieckWasserlebener Eisenbahn)
- Hoya (Hoyaer Eb. und Klb. HoyaSykeAsendorf)
- Landesgrenze (Cloppenburger Eisenbahn)
- Lathen (Hümmelinger Kreisbahn)
- Leer (Kreisbahn Aurich)
- Lewinghausen (MeppenHaselünner Eisenbahn)
- Lingen (Kreisbahn LingenBergeQuackenbrück)
- Medebach (Kleinbahn SteinhelleMedebach)
- Obere Spitzkehre (Kleinbahn SteinhelleMedebach)
- Osterode (Kreisbahn Osterode (Harz)Kreinsen)
- Plettenberg-Eiringhausen (Plettenberger Kleinbahn)
- Rheine-Stadtberg (Tecklenburger Nordbahn)
- Sögel (Hümmelinger Kreisbahn)
- Strackholt (Kreisbahn Aurich)
- Unterwilden (Freien Grunder Eisenbahn)
- Voerde (Hagener Straßenbahn)
- Westrhauderfehn (Kleinbahn IhrhoveWestrhauderfehn)
Endbahnhof mit viel Betrieb
Neuhaus (Elbe) war Endbahnhof der nur knapp 10km langen, im April 1912 eröffneten, Kleinbahn Neuhaus (Elbe) - Brahlstorf.
1948 kam die Bahn in staatliche Verwaltung und diente bis zum Abbau 1972 vor allem dem Güterverkehr.

Neuhaus (Elbe) in H0. Es gibt den Plan noch als großes png und als pdf.
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